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„Kann ich eigentlich stillen und Flasche geben, ohne dass mein Baby hinterher nur noch die Flasche will?“ Diese Frage hören wir bei MamaSchoß fast täglich – und die gute Nachricht vorweg: Ja, das geht. Tausende Mütter kombinieren beides erfolgreich, ob weil sie zurück in den Job wollen, sich eine Auszeit oder eine Nacht ohne Stillen gönnen möchten oder der Partner endlich morgens übernehmen soll. Der Knackpunkt ist nicht ob, sondern wie und wann man anfängt.
In diesem Guide erklären wir Schritt für Schritt, wie der Übergang zwischen Brust und Flasche gelingt, warum Saugverwirrung entsteht – und wie man sie von vornherein vermeidet.
An der Brust arbeitet ein Baby ganz anders als an der Flasche: Es muss erst die Brustwarze tief fassen, mit der Zunge eine Wellenbewegung ausführen und aktiv Milch „herausschöpfen“. Ein klassischer Flaschensauger lässt die Milch dagegen oft ohne viel Eigenleistung herausfließen. Wer abwechselnd beides gibt, riskiert, dass das Baby die flache, passive Trinktechnik auf die Brust überträgt – Folge: unruhiges Anlegen, wunde Brustwarzen oder eine Brustverweigerung.
Das ist übrigens kein Aberglaube, sondern der Grund, warum z. B. Lansinoh den NaturalWave®-Sauger klinisch auf eine verminderte Saugverwirrung bei gestillten Babys geprüft hat: Er unterstützt genau jene natürliche Zungen- und Saugbewegung, die Babys von der Brust kennen.
Die meisten Stillberaterinnen empfehlen, mit dem Flaschenstart zu warten, bis das Stillen sicher etabliert ist – in der Regel nach etwa 4 bis 6 Wochen. Zu früh kann das Stillmuster durcheinanderbringen, viel zu spät (etwa erst nach Monaten) manche Babys die Flasche erst einmal abschmecken lassen.
Praktische Faustregeln:
Verweigert das Baby die Flasche? Kein Drama, keine Druckattacke. Einen Tag später nochmal probieren, eventuell in einem anderen Raum, in einer stillen, ablenkungsfreien Situation.
Beim NaturalWave®-System gibt es klar definierte Größen: XS ist der extraweiche Einstieg für gestillte Neugeborene und kleine Babys, ab etwa 3–6 Monaten (und je nach Saugstärke) wechselt man meist auf S, dann M oder L. Wichtig: Der Wechsel richtet sich nach dem Saugverhalten, nicht allein nach dem Alter – trinkt das Baby unruhig, kollabiert der Sauger oder dauert jede Mahlzeit sehr lange, ist der nächste Schritt fällig.
Wer die Flasche gibt, braucht Milch in der Flasche. Gut zu wissen: Die bequemste Zeit zum Abpumpen ist morgens – nach der ersten Stillmahlzeit ist das Milchangebot meist am höchsten. Ideal: an der einen Seite stillen, parallel die andere Seite abpumpen. So sammelt man ohne Stillpausen Vorrat.
Und noch ein Geheimtipp aus der Still-Community: Ein einfacher Silikon-Milchsammler an der nicht gestillten Brust fängt den Milchspendereflex auf, der sonst in ein Stilleinlageswap verschenkt wird – oft mehrere Dutzend Milliliter pro Tag.
Fürs Einfrieren gilt: Muttermilch hält sich im Gefrierschrank (−18 °C) rund 6 Monate, im Kühlschrank (4 °C) etwa 3–4 Tage, bei Raumtemperatur 4–6 Stunden. Vorsterilisierte Milchbeutel mit doppeltem Zip-Verschluss sind dafür praktisch und platzsparend.
Gerade in der Kombiphase – wenn Baby zwischen Brust und Flasche wechselt – können sich Anlegetechnik und Saugkraft kurzzeitig ändern. Jede Schmerzattacke ist ein Signal, nicht das übliche Wochenbettroulette. Ein hochreines Lanolin wie Lansinoh HPA® Lanolin ist der Klassiker: fettet die Brustwarze, muss vor dem Stillen nicht abgewaschen werden und ist für Baby unbedenklich. Bei hartnäckigen Anlegeschwierigkeiten – etwa flache oder eingezogene Brustwarzen – kann vorübergehend ein Silikon-Stillhütchen als Brücke helfen, bis die Technik sitzt.
Wichtig: Stillhütchen sind ein Übergangswerkzeug, keine Dauerlösung. Wenn der Schmerz nach einigen Tagen nicht besser wird, holt man sich professionelle Unterstützung (Hebamme, Stillberaterin IBCLC).
Jede Flaschenmahlzeit bedeutet: Spülen, Sterilisieren, Trocknen. Für den Alltag reicht für gesunde, voll ausgetragene Babys gründliches Spülen mit heißem Wasser und eine luftige Trocknung auf einem Abtropfgestell; in der Neugeborenenzeit, nach Krankheiten oder bei vorzeitig geborenen Babys wird zusätzlich sterilisiert. Dafür muss man keinen Dampfkochtopf-Komplex aufbauen: Ein wiederverwendbarer Silikon-Dampfbeutel für die Mikrowelle sterilisiert Flaschen, Sauger und Pumpenteile in wenigen Minuten – und passt bei Reisen sogar in die Handtasche.
Bei starkem Milchspendereflux und beim Abpumpen sind saugfähige, trockene Stilleinlagen Gold wert: Einwegpads mit Kern fassen viel Feuchtigkeit, waschbare Pads aus Bambus sind die nachhaltige Alltagsvariante. Beides parallel zu haben ist ehrlich gesagt die beste Lösung.
Stillen und Flasche gehören nicht gegeneinander – sie ergänzen sich, wenn man den Rhythmus respektiert. Zusammengefasst:
Wer es so angeht, gewinnt Flexibilität, ohne das Stillen zu riskieren – und das ist genau das Ziel. Bei Fragen zur Auswahl der passenden Produkte berät dich unser MamaSchoß-Team gerne: Schreib uns oder stöbere direkt in unseren Kategorien NaturalWave®, Muttermilch-Aufbewahrung und Lanolin & Brustpflege.
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